LABORARIUM  neue, interaktive Veranstaltungsreihe in St. Rupert

Grafik: Wolfgang Gebhard

LABORARIUM

Kunst (mit)machen, Menschen begegnen, Spiritualität erleben.
Das ist das Motto der neuen und interaktiven Veranstaltungsreihe LABORARIUM!
LABORARIUM bedeutet: „offen sein für Experimente und Interaktionen sowie wie im
künstlerischen und musikalischen Dialog zu bleiben.“

St. Rupert steckt mitten in den Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten. Viel ist bereits passiert: die Arbeiten am Dachstuhl und an der Laterne wurden weitgehend abgeschlossen.
Nun, da das Dach neu gedeckt wird und die Arbeiten für die Innenrenovierung irgendwann beginnen sollen, bleibt St. Rupert „wegen Renovierung“ geschlossen? Nein, genau das Gegenteil ist der Fall!

Ungeachtet des Gerüsts und des Bauzauns ringsum die Kirche geht das kirchliche und gemeinschaftliche Leben weiter. Das will die Reihe LABORARIUM des Kulturmanagements der Erzdiözese München und Freising nicht nur dokumentieren, sondern mit periodischen Veranstaltungen feiern und fördern und jede BewohnerIn im Westend zum Mitmachen einladen.

Immer samstags – mit Ausnahme der Klangreise am Sonntag den 23.10. – machen fünf verschiedene bildende, darstellende und szenische Künstler ihre Arbeiten für die Besucher durch aktives Mitmachen erlebbar. Spirituelle Themen werden durch künstlerische Beiträge aufgegriffen und bringen sie auf eine neue ungewohnte Art und Weise näher. Im musikalischen Dialog mit „Ascending Voices“ – einer Plattform experimentellen und zeitgenössischen Musizierens – kann sich live eine ungewöhnliche Annäherung an Spiritualität ergeben. Die Veranstaltungen stehen alternativ auf dem Platz der Vorabendmesse am Samstagabend. Sie sind mit ihrem spirituellen Charakter zwar kein Ersatz dafür, sollen aber neue Formen der Verkündigung darstellen.

Während dieser „Gerüstzeit“ werden der Kircheninnenraum und das Gebäude (Bauzaun und Gerüst) als künstlerische Plattform, Bühne und Leinwand belebt. Erstes Beispiel war der Graffiti-Workshop am 16. Juli: Der Bauzaun wurde im Sommer durch über 25 Jugendliche aus der Pfarrei und dem Stadtviertel unter professioneller Anleitung von Michael Gmeiner (Graphism) besprüht und bemalt, ganz im Sinne des Titels „St. Rupert goes Zukunft“.

Lothar Götter markiert am 24. 09. – dem Tag des Patroziniums – mit seiner Installation „Was ist das für so viele“ den offiziellen Beginn: aus einfachen Komponenten hergestellte Fischformen, die wie Chiffren des christlichen Glaubensbekenntnisses im Kirchenraum flirren und schweben. Peter Jolesch, Tänzer am Bayerischen Staatsballett widmet sich dem Thema „Begegnung“ und zieht sein Publikum mit der Frage „Warum scheitern Begegnungen und wann gelingen sie?“ interaktiv mit ein. Das Konzert „Ascending Voices VII“ am 23.10. um 19.00 Uhr ist geprägt von radikaler Einfachheit, Unbestimmtheit und Improvisationen. Zu erleben sind Chorwerke von Cage, De Rore, ein Klangexperiment mit Obertongesang zu Eric Satie und die Uraufführung „Mang-Sung“ von Rupert Huber. Die Tanzperformerin und Trauertänzerin Helga Seewann lädt ein, über Erfahrungen von Körperhaltungen und Gesten den spirituellen Raum Kirche ganzheitlich zu erspüren. Andreas Eichlingers Rauminstallation „Kapelle“ ist eine Kirche in der Kirche und bildet den Abschluss der Reihe (ab 19.11.). Die alten Kirchenbänke dienen den Besuchern dabei als Material für eine Verkleinerung des architektonisch überdimensionierten Kirchenraums und formen zugleich ein symbolisches Gebilde: die „Urkirche“.

Die bisher ausgewählten KünstlerInnen durch das Kulturmanagement kommen vorwiegend aus den kulturellen Initiativen „open Westend“ und „westendstudios“, den offenen Atelier Wochenenden im Westend. Die Pfarrgemeinde St. Rupert im Pfarrverband München-Westend mit Pfarrverbandsleiter Pfarrer Stanislaus Dorawa und Andrea-Elisabeth Lutz, Leiterin des Kulturmanagements der Erzdiözese München und Freising, freuen sich auf jede BesucherIn, die sich im Kreativsein auf den gemeinsamen „schöpferischen Urgrund“ einlassen möchten.


Foto: Wolfgang Gebhard
„Im gemeinschaftlichen künstlerischen Tun, angeleitet und begleitet durch meditative Musik und Texte, spirituelle Erfahrungen machen.“


LABORARIUM in St. Rupert
Samstag, den  24. September bis Samstag, den 19. November 2016
sonstige Öffnungszeiten 8:00–18:00 Uhr
grundsätzlich ist der Eintritt frei, außer am Sonntag, den 23. Oktober 2016: 15,– bzw. ermäßigt 10,– Euro
zum Plakat LABORARIUM


Samstag, 16. Juli 2016:
Der inoffizielle Auftakt: Graffiti-Workshop „St. Rupert goes Zukunft“
zu weiteren Informationen

Samstag, den  24. September 2016 um 18:30 Uhr
Lothar Götter – Installation
„Was ist das für so viele“
zu weiteren Informationen und zum Flyer


Samstag, den  8. Oktober 2016 um 18:30 Uhr:
Peter Jolesch – Tanz- und Bewegungsworkshop
„Begegnung“
zu weiteren Informationen und zum Flyer


Sonntag, den  23. Oktober 2016 um 19:00 Uhr:
ASCENDING VOICES VIIEine Klangreise in St. Rupert
mit dem Ensemble Chrismos, Matthias Privler, Jan Heinke (Ober- und Untertongesang), Andreas Götz (Orgel)
Uraufführung eine Auftragskomposition von Rupert Huber - Uraufführung einer „Klangoper“ von A. Götz, A. Hermann, M. Privler - sowie Werke von G. Ligeti, J. Cage u.a. - Lichtgestaltung - 
Eintritt: 15,- € bzw. 
ermäßigt 10,- € -
zu weiteren Informationen und  zum Flyer
  ---   weitere Infos inkl. Hörbeispielen: Ensemble Chrismos
und Romantische Orgelmusik

Samstag, den 5. November 2016 um 18:30 Uhr:
Helga Seewann – Tanzperformance
„Hand und Hände“

Samstag, den 19. November 2016 um 18:30 Uhr:
Andreas Eichlinger – Rauminstallation
„Kapelle“

 

Weitere Informationen bzw. viele Fotos der Veranstaltungen unter: http://www.erzbistum-muenchen.de/laborarium


Bei Fragen zu LABORARIUM in St. Rupert

wenden Sie sich bitte an den Projektkoordinator
Wolfgang Gebhard, Tel.: (089) 50094994 - E-Mail: info@westendstudios.de

Die Einladung zu den Veranstaltungen LABORARIUM finden Sie hier.

Spenden für die Innenrenovierung der Kirche St. Rupert sind natürlich herzlich willkommen!