Patrozinium von Mariä Heimsuchung: 2. Juli

Am 2. Juli begeht die Kirche das Fest Mariä Heimsuchung, um an den Besuch Marias bei ihrer Verwandten Elisabeth zu erinnern: Einige Zeit, nachdem der Engel Maria verkündet hat, dass sie einen Sohn bekommen werde, besucht Maria ihre Verwandte Elisabeth, die ebenfalls schwanger ist. Von dieser Begegnung zwischen Maria, der Mutter Jesu, und Elisabeth, der Mutter Johannes‘ des Täufers, erzählt das Lukasevangelium (Lk 1,39-56).

So wie später Johannes der Täufer derjenige ist, der als Erster in Jesus den Messias, den Sohn Gottes erkennt, so erkennt seine Mutter Elisabeth als Erste, dass Maria die Mutter des Messias, die „Muttergottes“ ist: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.“ Mit diesen Worten begrüßt Elisabeth die eintretende Maria - Worte, die Eingang in eines der Grundgebete der Kirche, in das „Gegrüßet seist du, Maria“ gefunden haben.
Maria antwortet mit einem Lobgesang auf die Allmacht und die Gnade Gottes: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter“, so beginnt dieser Lobpreis, der nach dem lateinischen Beginn „Magnifikat“ genannt wird und fester Bestandteil des Stundengebets geworden ist. Unzählige Male wurde das Magnifikat vertont. Eine der berühmtesten Fassungen ist wohl die von Johann Sebastian Bach.

Das Fest Mariä Heimsuchung wurde im Jahre 1263 vom heiligen Bonaventura für den Franziskanerorden eingeführt. Mit dem Wachsen des Franziskanerordens fand auch das Fest Mariä Heimsuchung immer weitere Verbreitung und wurde schließlich im 16. Jahrhundert von Papst Pius V. offiziell für die ganze Kirche festgeschrieben. Im Rahmen der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde das Fest auf den 31. Mai verlegt, im deutschsprachigen Raum wird es aber traditionell immer noch am 2. Juli begangen.

Wenn wir das Fest „Mariä Heimsuchung“ feiern oder Kirchen auf dieses Fest weihen, so bedeutet das, dass wir damit einstimmen in die Freude Elisabeths über das Kommen des Erlösers und den Lobpreis Marias. Wie es im Magnifikat heißt: „Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.“

Andreas Rode

Rode BuchcoverMehr über das Fest Mariä Heimsuchung und viele andere Namensfeste:
Andreas Rode, Das Jahresbuch der Heiligen. Große Gestalten für jeden Tag. Leben und Legenden. Zuständigkeiten, Attribute und Erkennungsmerkmale. Mit einer Einführung von Abt Odilo Lechner, München 2008.

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