Patrozinium von St. Rupert: 24. September

Es mag ein Zufall sein, und doch: Irgendwie passt es, dass eine der Theresienwiese am nächsten gelegenen Kirchen Münchens ihr jährliches Patrozinium ausgerechnet zur Zeit des Oktoberfestes begeht. Der Gedenktag des heiligen Rupert ist nämlich der 24. September und fällt somit in die Zeit, in der auf der Schwanthalerhöh‘ Scharen von, häufig in Tracht gekleideten, Oktoberfest- besuchern unterwegs sind. Einen besseren Termin für das Fest eines bayerischen Heiligen kann es kaum geben!

Der in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts geborene Rupert entstammte einer der bedeutendsten Adelsdynastien des Reiches. In seiner Geburtsstadt Worms wurde er zum Bischof geweiht und dann als Missionar in das Gebiet des heutigen Bayern und Österreich entsandt. Hier sollte er die Menschen im Glauben festigen und zugleich die kirchlichen und staatlichen Strukturen reformieren.

Nach einem längeren Aufenthalt in Regensburg zog Rupert weiter nach Salzburg. Dort gründete er das Frauenstift auf dem Nonnberg und erneuerte die bereits bestehende Benediktinerabtei St. Peter, als deren Abt er auch wirkte. Er schuf die Grundlagen für die Entstehung des Erzbistums Salzburg und gilt – auch wenn die endgültige päpstliche Bestätigung und die Festlegung der Grenzen erst einige Jahrzehnte später erfolgte – als Gründer des Bistums.
Immer wieder brach der heilige Rupert zu Missionsreisen ins Umland auf. Aber nicht nur seine persönliche Ausstrahlung, sondern auch sein wirtschaftliches Geschick verhalf dem Christentum in seinem Wirkungsbereich zur Blüte: Der bayerische Herzog Theodo hatte Rupert ein Drittel der Reichenhaller Salzförderung sowie den Ort Salzburg geschenkt. Rupert steigerte die Einnahmen und nutzte die so gewonnenen Mittel dazu, das Bistum weiter auszubauen, Kirchen und Klöster zu gründen und ein allgemein positives Klima für die Ausbreitung des Christentums zu schaffen. Auf diese Weise gewann das Erzbistum Salzburg so sehr an Einfluss, dass ihm bald eine ganze Reihe von Suffraganbistümern, darunter auch das Bistum Freising zugeordnet wurden.

Rupert starb am Ostersonntag des Jahres 718. Land und Erzbistum Salzburg sowie das Land Kärnten verehren ihn als ihren Patron. Außerdem gilt der heilige Rupert als Schutzherr der Salzarbeiter und des Salzhandels. Darum wird er meist – wie auch in der überlebensgroßen Statue in unserer Pfarrkirche St. Rupert – mit einem Salzfass in der Hand dargestellt.

Andreas Rode

Rode BuchcoverMehr über den heiligen Rupert und viele andere Heilige in:

Andreas Rode, Das Jahresbuch der Heiligen. Große Gestalten für jeden Tag. Leben und Legenden. Zuständigkeiten, Attribute und Erkennungsmerkmale. Mit einer Einführung von Abt Odilo Lechner, München 2008.



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