Gewinner

Das Finale des Jungen Münchner Jazzpreises 2014 zeugte – wie schon die Vorauswahl – vom unvermindert steigenden Niveau des Jazz-Nachwuchses in Deutschland. Alle drei Teilnehmer wussten Publikum und Jury auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Ansätzen zu überzeugen.

Den dritten Platz erkannte die Jury der Würzburger Band Gen What zu. Das Septett mit Dominik Raab (dr), Markus Harm (as), Jan Prax (as, ss), Florian Leuschner (bs, bcl), Andreas Feith (p) und Bastian Wenig (b) zelebrierte mit großen individuellen Qualitäten lupenreinen Jazz alter Schule.

Die Urban Society des Hamburger Schlagzeugers Silvan Strauß kam mit ihrer innovativen Fusion auf den zweiten Platz. Mit überragender Energie, verspielter Elektronik und einer Vielzahl von überraschenden Wechseln (wozu auch der Mut zur Pause gehörte) steuerte das Sextett mit  Alex Eckert (g), Daniel Stritzke (b), Lukas Klapp (keys), Sebastian Wehle (sax), Lydia Schiller (voc) und Silvan Strauss den kontrastreichsten Beitrag bei.

Der Sieg ging an das Leipziger Trio Plot mit den schon seit mehreren Jahren zusammen spielenden Sebastian Wehle (sax), Rober Lucaciu (b) und Philipp Scholz (dr). Damit würdigte die Jury zum einen die überragende Spieltechnik und Musikalität aller drei. Entscheidend war aber, dass die jungen Künstler beides in den Dienst eines geschlossenen Bandkonzeptes stellten und damit einen eigenen Sound für ihre ruhigen, aber durchaus experimentellen Stücke kreierten.

Oliver Hochkeppel, Musikjournalist Süddeutsche Zeitung und Vorsitzender der JMJP  Jury